Thursday, March 09, 2006

Skifahren auf Japanisch II

Letztes Wochenende haben wir es nochmal versucht. Diesmal mit einer Gruppe von 11 Leuten, alles Kollegen von Jean-Philippe, unter anderem auch zwei Chefs, von welchen gesagt wurde, dass sie sehr gerne Ski fahren. "Das kann ja dann nicht so schlimm werden", haben wir uns gedacht.

Diesmal war die Abfahrt erst am Samstagmorgen, d.h. wir sind so gegen 11 Uhr im Hotel angekommen. Dann hieß es umziehen (in einem dafür zur Verfügung gestellten Raum, weil wir noch nicht in die Zimmer konnten) und das Gepäck in Schließfächern zu je 5 Euro verstauen. "Toll, jetzt geht es auf die Piste", dachten wir. Nicht aber so die Japaner: erstmal war Mittagessen angesagt (sehr sinnvoll zu diesem Zweck vorher die Skihosen anzuziehen).
Nach einem ausgiebigen Restaurantbesuch mit viel Bier und Sake
waren wir dann doch schon um 13:45 Uhr auf der Piste, wo wir dann erstmal noch eine dreiviertel Stunde herumstanden, um auf einen Japaner zu warten, der im Skiverleih die falschen Skier mitgenommen hatte und erst noch einen Skiverleih am Lift suchen musste. Als er dann endlich da war, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt... (er war natürlich in der anderen Gruppe).
Naja, dann konnte es schließlich doch losgehen, das Wetter war strahlend, die Temperatur richtig, der Schnee auch okay. Rauf zum höchsten Lift, Foto gemacht, Abfahrt, wieder hoch, noch eine Abfahrt und dann Ankündigung der beiden Chefs: "Wir brauchen jetzt eine Pause, wir sind ja nicht mehr so jung." Die beiden anderen in der Gruppe konnten natürlich ohne ihren Chef nichts machen und so sind Jean-Philippe und ich nach 45 Minuten gemeinsamen Skifahrens dann alleine losgezogen.
Abends ging das Gruppenbesäufnis dann weiter (Jean-Philippe und ich haben den ganzen Tag
nur Wasser getrunken, die Kolleginnen haben an ihrem Bierglas genippt und die Kollegen mussten das machen, was Ihre Chefs taten. Das ging sogar so weit, dass einer der Kollegen dann gekotzt hat, es aber gerade dieser war, der am nächsten Morgen zum Frühstück!!! unbedingt ein Glas Bier von seinem Chef eingeschenkt bekommen wollte.)

Am Sonntag waren wir dann doch schon um 10 Uhr auf der Piste. An dem Tag haben die Japaner auch wirklich lange durchgehalten, bis sie eine Bierpause einlegen mussten (nach etwa einer Stunde und 20 Minuten) und Jean-Philippe und ich konnten dann doch wenigstens 2 Stunden Skifahren genießen, bevor es zum Mittagessen und anschließend wieder nach Hause ging.


Das Ganze war wohl ein typisches Beispiel für nochmal probiert und wieder für schlecht befunden. Das einzig Gute: Wir gelten jetzt unter den Japanern als die vollen Skiasse!!!

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