Tuesday, October 31, 2006

Chiba

Die letzten drei Wochen waren sehr bewegt und besichtigungsintensiv, da meine Eltern hier in Tokyo zu Besuch waren. Wir haben viel Schönes erlebt und gesehen. Damit Ihr auch alle ein wenig davon profitieren könnt, möchte ich Euch die Sachen vorstellen, die mich persönlich am meisten beeindruckt haben.

Nach einem Sommersonntagsausflug m
it Kaori und Daisuke haben wir festgestellt, dass es etwa 2 Stunden Bahnfahrt von uns entfernt doch tatsächlich schon ländlich wird und man sowohl die schöne japanische Landschaft als auch den Pazifik genießen kann. Und so haben wir uns für ein Wochenende mit meinen Eltern in einem Hotel in Chiba eingemietet und es uns bei Onzen und typischem japanischen Essen - natürlich mit viel rohem Fisch - so richtig gut gehen lassen.

Tatsächlich war die Wahl sowohl unseres Ziels als auch das Hotel für Japaner wohl eher unverständlich, da wir weder an einen bekannten Urlaubsort (der somit immer überfüllt ist) begeben haben, noch diese eh schon unspektakuläre Gegend wenigstens zu einer attraktiven Jahreszeit aufgesucht haben (z.B. zur Kirschblüte oder wenn sich das Herbstlaub rot färbt, wozu es noch zu früh war). Umso überraschter dürften sie sein, dass wir sage und schreibe am 21.10. im Pazifik gebadet haben (wo doch die Badesaison offiziell schon am 1.9. zu Ende ist)! Nachdem Jean-Philippe das Wasser vorgetestet hat, war mein Vater als erstes drin - was ja nicht weiter überrascht, da er bei (fast) jeder Temperatur zum Schwimmen geht - aber sogar ich habe es geschafft, und das will was heißen! Allerdings waren wir alle über das anschließende heiße Bad dann doch sehr froh!

Ein weiteres Indiz unserer ungewöhnlichen Wahl war der Bahnhof in Tomiura. Wenn
man 1 1/2 Jahre in Tokyo gewohnt hat und die überfüllten Züge und Bahnhöfe gewohnt ist, dann kann es schon sehr beeindruckend sein, nach so kurzer Bahnfahrt auf einem Bahnsteig zu stehen, der so klein ist, dass außer uns gerade mal zwei andere Personen ausgestiegen sind und es am Ausgang nicht einmal eine automatische Schranke gibt, sondern der Kontrolleur unsere Karte persönlich abstempelt! Mit anderen Worten: da ist der Hund begraben und wir haben es in den höchsten Zügen genossen!

My parents came visit us in Japan for almost 3 weeks in October.
We had a very good time and visited again many places like Kyoto and Nara but also very nice places which we can't find in a guide book and which aren't very famous, but because of that maybe even more attrictive for us. Places like Chiba prefecture, which Kaori and Daisuke made us discover already in summer. So we went for a week-end to Tomiura in a nice Hotel to enjoy Onzen and japanese food. The hotel had even a beach and we first went down only to take a walk, but finally we swam in the ocean the 22th of October! The temperature was almost the same outside and inside the water (around 22°) and even I could go in. But after that we also enjoyed very much the hot bath ;-)

Tuesday, October 03, 2006

Chaos in Urayasu

Urayasu ist eigentlich ein netter kleiner Bahnhof, der in der Stoßzeit zwar einen vollen Bahnsteig hat, ansonsten aber vergleichbar ist mit einem Münchner S-Bahnhof etwas außerhalb. Nur natürlich nicht, was die Intervalle angeht, hier fahren die Züge nämlich im 5-7-Minuten-Takt, in der Stoßzeit alle zwei Minuten. Dann folgt ein Zug dem anderen und alle sind zum Bersten voll (und das ist durchaus wörtlich zu nehmen!). Das ist auch nicht verwunderlich, denn laut der Japan Times fahren täglich 3 Millionen Menschen allein mit der Tozai-line.

The New York City Subway carries 4.8 million passengers per day on 26 lines serving 468 stations. In contrast, an estimated 3 million passengers ride every day on Tokyo's Metro Tozai Line, which serves 23 stations.



Was passiert nun, wenn eine andere Linie aufgrund eines kleinen Feuers ausfällt und 95 000 Menschen umdisponieren müssen?
Jean-Philippe hat letzten Donnerstag davon zum Glück nichts mitbekommen, da er bereits vorher in die Arbeit gefahren war. Und mir ist es nur aufgefallen, weil während zwei Stunden unablässig mindestens ein bis fünf Hubschrauber über unserem Haus gekreist sind.
Aber ich denke die Fotos und der Artikel sprechen für sich:


Friday, Sept. 29, 2006

Fire halts JR Keiyo Line for nine hours
Kyodo News

East Japan Railway Co. suspended all operations of its Keiyo Line between central Tokyo and the city of Chiba for nearly nine hours Thursday after a short circuit caused a small fire early in the morning that disrupted operations of a power transformer facility and a signal transmission room at Tokyo Station.

The Chiba branch of JR East said more than 170 train runs between Tokyo and Soga Station in Chiba Prefecture were halted until the operations resumed at 1:10 p.m., affecting some 95,000 people.

Urayasu Station on the Tozai subway line, located near the Keiyo Line's Shinurayasu Station, overflowed with commuters heading to work or school.

Fire alarms were activated at around 4:20 a.m. at the transformer facility in the second basement floor and the signal transmission room in the first basement of Tokyo Station.

The small fire was quickly extinguished but restoration work was hampered by gas from a fire retardant that filled the transformer facility and the signals room, the company said.

The Japan Times