Jean-Philippes Gedanken zum Einjährigen
Jean-Philippes Gedanken zum Einjährigen, die sich ziemlich mit meinen Eindrücken decken:Als wir hier ankamen, hatten wir gehofft, japanische Freunde gewinnen zu können. Nach 6 Monaten zahlreicher Versuche haben wir dieses Projekt dann aufgegeben, um uns letztendlich doch der deutschen und französischen Gemeinde zuzuwenden, wenn wir auch versuchen die „Expatriates“ zu vermeiden. Die wenigen „richtigen“ Freundschaften kann man an einer Hand abzählen...
Meine Erklärung hierfür ist, dass 98% der Bevölkerung Japaner sind. (Und wenn man dann noch bedenkt, dass 1,8% der übrigen Bevölkerung aus Koreanern besteht, dann kann man ausrechnen, wieviele „andere“ Ausländer sich hier befinden.)
Die Japaner sind (wie die Franzosen) davon überzeugt, dass ihr Land das schönste der Welt ist und empfinden es als nur natürlich, dass alle hierher kommen möchten. Aber was für eine Überraschung, wenn jemand zum Arbeiten bleiben will! Umso absurder ist diese Einstellung, wenn man bedenkt, dass es durchaus schönere Länder auf dieser Erde gibt... Es lässt sich eine gewisse Selbstgefälligkeit oder sogar Arroganz der Japaner gegenüber Ausländern feststellen (besonders in der Arbeit). Und dies ist wirklich ein Unterschied zu den Ländern, in denen ich mich bis jetzt aufgehalten habe. Vielleicht waren die Dinge in Dänemark auch nicht immer einfach, jedoch aus anderen Gründen. Während ich hier allein durch mein Aussehen als "exotisch" und Ausländer bemerkt werde, was hier nicht immer angenehm und hilfreich ist, bereitete mir gerade dies in Dänemark Probleme, wo ich in der Menge nicht auffiel und die Leute mich als einen der ihren ansahen und ansprachen.
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