Wednesday, March 15, 2006

Foodex Japan

Meine Freundin Kaori arbeitet bei einer Firma, die Speiseeis herstellt. Nicht nur, dass sie in ihrer Arbeit unbeschränkt Eis essen darf (was mich sehr neidisch macht), nein, ihre Firma ist natürlich auch auf der "Foodex Japan" vertreten. Und so hat sie mich gestern eingeladen, mit ihr auf diese Messe zu gehen.

Ein Vorteil dieser Messe ist, dass sich nicht nur das Auge an den schönen Präsentationen freuen kann, sondern dass es natürlich unendlich viel zu probieren gibt. Ich kam mir schon vor wie beim Sternsingen: als erstes mussten wir mal eine Tasche besorgen, um die angebotenen Kleinigkeiten einstecken und mit nach Hause nehmen zu können.

Neben 3 Hallen mit japanischen Anbietern gab es auch noch ein paar internationale Hallen und natürlich haben Kaori und ich uns besonders lange beim deutschen Haribostand aufgehalten, wo ich endlich mal wieder so richtig viele Gummibären naschen konnte. Bei der Gelegenheit konnte ich Kaori auch "Mensch ärgere Dich nicht" erklären und die Frau am Messestand war auch ganz froh, weil sie und ihre japanischen Kollegen diese Sonderausgabe zwar dekorativ aufstellen mussten, aber keine Ahnung hatten, was es eigentlich war.

Nach drei Stunden sind wir dann glücklich und vollgefressen wieder nach Hause gefahren.

Yesterday my friend Kaori and I visited the "Foodex Japan". It was very interesting and we had the opportunity to eat many different delicious foods. She showed me a lot of japanese dishes and I could show her german sweets and a traditional german game. After three hours we left the foodex happy and full.

Tuesday, March 14, 2006

Abschiedsparty für Kyoko

Letzten Sonntag haben wir eine Abschiedsparty für meine Freundin Kyoko und ihre Familie gefeiert. Sie hatte mich im Fitnesscenter auf englisch angesprochen und seitdem haben wir uns regelmäßig mindestens einmal die Woche getroffen. Dank ihrer hervorragenden Englischkenntnisse gab es keinerlei Verständigungsschwierigkeiten und die arme Kyoko musste auch immer wieder am Telefon oder persönlich einspringen, wenn es darum ging, Vorhänge zu bestellen, zu kürzen oder zu reklamieren, Fragen von Handwerkern für die Reparaturen von Klimaanlagen und Kühlschränken zu beantworten und und und...

Sie war einfach immer zur Stelle und dafür möchte ich mich bei ihr ganz herzlich bedanken. Aber unsere Freundschaft war natürlich nicht nur auf ihre Hilfe beschränkt, sondern wir hatten bei zahlreichen Mittagessen und Kaffees eine Menge Spaß und ohne sie wüßte ich auch deutlich weniger über japanische Sitten und Gebräuche.


Sie und ihre beiden Töchter waren ihrem Mann gefolgt, der beruflich nach Tokyo versetzt worden war. Sie haben sich aber alle hier nicht wirklich zu Hause gefühlt und sind nun froh, wieder nach Osaka in ihr eigenes Haus zurückkehren zu können. Ich wünsche Ihnen alles Gute und werde Kyoko sehr vermissen!

Last Sunday we had a farewell party for my friend Kyoko and her family. We first met at the sportsclub where she talked to me in english and since then we met almost every week. During our lunch- and coffeetimes we had a lot of fun and she also taught me a lot about japanese culture. Unfortunately for her she had often to help me with curtains, air-conditions, refrigerators and many other things. I would like to thank her again for all this help and also for her friendship and I wish her and her family all the best in their "old" new life in Osaka. I will miss my friend Kyoko very much!

Thursday, March 09, 2006

Skifahren auf Japanisch II

Letztes Wochenende haben wir es nochmal versucht. Diesmal mit einer Gruppe von 11 Leuten, alles Kollegen von Jean-Philippe, unter anderem auch zwei Chefs, von welchen gesagt wurde, dass sie sehr gerne Ski fahren. "Das kann ja dann nicht so schlimm werden", haben wir uns gedacht.

Diesmal war die Abfahrt erst am Samstagmorgen, d.h. wir sind so gegen 11 Uhr im Hotel angekommen. Dann hieß es umziehen (in einem dafür zur Verfügung gestellten Raum, weil wir noch nicht in die Zimmer konnten) und das Gepäck in Schließfächern zu je 5 Euro verstauen. "Toll, jetzt geht es auf die Piste", dachten wir. Nicht aber so die Japaner: erstmal war Mittagessen angesagt (sehr sinnvoll zu diesem Zweck vorher die Skihosen anzuziehen).
Nach einem ausgiebigen Restaurantbesuch mit viel Bier und Sake
waren wir dann doch schon um 13:45 Uhr auf der Piste, wo wir dann erstmal noch eine dreiviertel Stunde herumstanden, um auf einen Japaner zu warten, der im Skiverleih die falschen Skier mitgenommen hatte und erst noch einen Skiverleih am Lift suchen musste. Als er dann endlich da war, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt... (er war natürlich in der anderen Gruppe).
Naja, dann konnte es schließlich doch losgehen, das Wetter war strahlend, die Temperatur richtig, der Schnee auch okay. Rauf zum höchsten Lift, Foto gemacht, Abfahrt, wieder hoch, noch eine Abfahrt und dann Ankündigung der beiden Chefs: "Wir brauchen jetzt eine Pause, wir sind ja nicht mehr so jung." Die beiden anderen in der Gruppe konnten natürlich ohne ihren Chef nichts machen und so sind Jean-Philippe und ich nach 45 Minuten gemeinsamen Skifahrens dann alleine losgezogen.
Abends ging das Gruppenbesäufnis dann weiter (Jean-Philippe und ich haben den ganzen Tag
nur Wasser getrunken, die Kolleginnen haben an ihrem Bierglas genippt und die Kollegen mussten das machen, was Ihre Chefs taten. Das ging sogar so weit, dass einer der Kollegen dann gekotzt hat, es aber gerade dieser war, der am nächsten Morgen zum Frühstück!!! unbedingt ein Glas Bier von seinem Chef eingeschenkt bekommen wollte.)

Am Sonntag waren wir dann doch schon um 10 Uhr auf der Piste. An dem Tag haben die Japaner auch wirklich lange durchgehalten, bis sie eine Bierpause einlegen mussten (nach etwa einer Stunde und 20 Minuten) und Jean-Philippe und ich konnten dann doch wenigstens 2 Stunden Skifahren genießen, bevor es zum Mittagessen und anschließend wieder nach Hause ging.


Das Ganze war wohl ein typisches Beispiel für nochmal probiert und wieder für schlecht befunden. Das einzig Gute: Wir gelten jetzt unter den Japanern als die vollen Skiasse!!!