Wednesday, June 28, 2006

Sushi von Kaori

Heute ist eines der seltenen Male, wo Jean-Philippe doch nicht darum herum kommt, mit seinen Kollegen abends essen und saufen zu gehen.
So bin ich heute alleine. Aber zum Glück hat mich Kaori vor dem "für eine Person kochen" gerettet, indem sie mir einen Teller ihrer selbstgemachten Sushis rübergebracht hat. Und die sahen so lecker aus und waren so gut, dass ich gleich ein Foto davon machen musste.

Today Jean-Philippe is having dinner with his colleagues. Like you know, I don't like cooking very much and even less, if it is only for me alone. So I was really happy about the sushi Kaori gave me. They looked so delicious (and they were even more), that I took a photo. So you can share my pleasure. ;-)

Friday, June 23, 2006

Giant Pretz

Meine Freundin Kaori hat den Artikel über das "German Fest" gelesen und mir noch eine ganz andere "deutsche" Spezialität gezeigt. Im Rahmen des Deutschlandjahres in Japan hatte die Firma Glico (jap. Hersteller von Süßwaren) eine Sonderedition deutscher Cracker mit dem Namen "Giant Pretz" herausgegeben. Diese Art Salzstangen haben tatsächlich entfernt nach Breze geschmeckt. Auf der Packung war zu lesen: "Limitierte Edition- Giant Pretz. Geniessen Sie das deutsche Lebensgefuehl." Was wir dann auch gleich gemacht haben, auch wenn wir uns hinterher umso mehr Lust auf eine richtige Breze hatten...

Auf der Rückseite der Packung war dann noch ein kleiner Deutschkurs für Japaner mit "Danke schöen" (kein Tippfehler, steht wirklich so auf der Packung), "Bitte schöen", "Auf Wiedersehen" und "Tschüess". Alles mit der Umschrift in Katakana und der Übersetzung in Hirangana. Nette Idee, aber ob es was bringt?!

My friend Kaori made us discover a limited edition of german "Giant Pretz". The taste reminded a real german Breze, even if a Breze in Germany is a kind of bred and not a cracker and it has a special form. On the wrapping paper was written in German: "This is a limited edition of Giant Pretz. Please enjoy the german way of life." At the back was even a little german lesson with "Danke schön" (aligato), "Bitte schön" (do itashimashite), "Auf Wiedersehen" (Sayonara) and "Tschüß" (ja o matane). It was written in german, Katakana and the translation was written in Hirangana. Nice motivation to learn german! ;-)

Wednesday, June 21, 2006

IKEA II

Manchen unter Euch wird es erstaunen, warum IKEA gleich zwei Einträge wert ist. Man muss dazu einfach bemerken, dass dieser Laden für uns Europäer hier in Tokyo einfach sosehr ein Stück Heimat ist, dass man dort einfach hin muss. Uns so haben wir es zwei Monate nach der Eröffnung auch endlich geschafft.

Eigentlich haben wir nichts gebraucht, und so haben wir einfach so getan, als würden wir Lukas, der seine Woh
nung noch fertig einrichten muss, nur begleiten. In Wirklichkeit waren wir beide ganz scharf auf einen Nachmittag bekannter Atmosphäre. Und tatsächlich, wir wurden nicht enttäuscht: obwohl wir in Japan sind, ist der Aufbau von IKEA doch wirklich wie überall sonst auf der Welt.

Nach einem ausgiebigen Essen mit Lachs in Senfsauce (für Japaner schon sehr gewöhnungsbedürftig) und schwedischen Fleischbällchen konnten wir uns dann endlich mit Papierservietten (ansonsten hier nirgends zu finden), Teelichtern in allen Farben (auch Mangelware) und sonstigem Kleinkram eindecken.

Und wir haben dann doch noch ein paar Möbelstücke gefunden: Klappstühle und ein
en kleinen Tisch für unseren Balkon. Jetzt muss nur noch das Wetter schöner werden!

Last week-end we went to IKEA. I can hear Kyoko asking "again?". Yes, and this time we could enter without waiting. For us it was a peace of Europe in Tokyo because everything (except the names written in Katakana) is exactly the same like in Germany, and also the prices are very low. And so we could buy many little things and also two chairs and a small table for our balcony. Now we hope that the weather will getting better, that we can use them finally!

Tuesday, June 20, 2006

Yakitori

Letzten Samstag waren wir mit meiner Freundin Kaori und ihrem Mann beim Essen. Solche Gelegenheiten sind nicht sehr häufig und für uns immer eine willkommene Abwechslung, da wir uns dann endlich auch mal in Restaurants begeben können, die nicht unbedingt mit Bildern, Wachsmodellen oder englischer Speisekarte ausgestattet sein müssen.

Diesmal war "Yakitori" angesagt. Das sind kleine gebratene Hühnerspießchen.
Bis jetzt hatten wir das immer nur an einem Straßenstand oder auch einmal in einem Restaurant im Businessviertel gegessen und dabei immer Hühnerfleisch bekommen. Diesmal waren wir jedoch in einem richtigen Yakitorirestaurant, in dem auch mal Arbeiter essen. Und das bedeutet, dass wir wohl traditionelles Yakitori bekommen haben. Das bedeutet Hühnermagen, Stücke vom Po, gegrillte Haut und und und. Nun bin ich ja eigentlich ein Fan von gegrillter Haut, nur, wenn sie auf einem Spieß ist, dann ist sie richtig zusammengeschoben, was bedeutet, dass sie nicht überall gegrillt ist und von Fett nur so trieft. Und das war leider nicht nur bei der Haut der Fall, sondern es war alles so fett, dass uns beiden nach 3 Spießchen schon schlecht war und wir zu Hause erstmal zwei Schnäpse gebraucht haben.

Das Meiste war aber mit viel gutem Willen noch zu erkennen. Nicht jedoch bei der absoluten Spezialität: gegrillte Knorpel. Wir wussten das nicht und so hat Jean-Philippe beim ersten Versuch natürlich gleich gefragt, ob er den Knorpel in den Tischabfall werden soll, oder was er sonst damit machen soll. Die Japaner haben etwas ungläubig geschaut und dann höflich genickt. Ein richtig dummes Gesicht gemacht haben sie erst, als Jean-Philippe dann auch noch vorgeschlagen hat, dass wir den Tischabfallbehälter in die Mitte stellen, damit alle leicht ihre Knorpel ausspucken können. Sie haben uns dann ganz vorsichtig beigebracht, dass genau das eigentlich die Spezialität sei...
Tja, etwas hart, aber man kann es schon essen. Wenigstens waren diese Spieße nicht so fettig!


Last Saturday we went to a Yakitori Restaurant in Urayasu with Kaori and Daisuke. It was a very nice restaurant and we could try many different Yakitori. Some things were quite new for us, for example, we didn't know that we can eat the cartilage. But after trying it was really good, even if it was a little bit hard... Our absolute favourite were the grilled mushrooms.
Thank you very much for showing us this restaurant!

Wednesday, June 07, 2006

Onzenbesuch mit Kaori

Nicht weit von hier hat vor einiger Zeit ein neues "Onzen" aufgemacht. Das sind ursprünglich wohl öffentliche Bäder, die eine natürliche heiße Quelle haben, und in denen man sich zum einen waschen und zum anderen im warmen Wasser erholen kann. Diese Bäder gibt es auch heute noch überall in Japan und die Japaner nutzen sie noch in dieser traditionellen Weise, d.h. sie gehen auch mal kurz für eine halbe Stunde ins Onzen, eben gerade die Zeit, um sich zu duschen und zehn Minuten im heißen Wasser zu sitzen. Onzen sind also keine Thermalbäder wie sie in Deutschland existieren und genutzt werden, wo wir uns extra viel Zeit nehmen und ganze Tage im Wellnessthermalbad verbringen (siehe Erding), sondern der Badbesuch wird das hier einfach in den Tagesablauf integriert. Gerade im Winter, wo es in den japanischen Häusern empfindlich kalt werden kann, eine sehr angenehme Sache! Nicht so das neue Bad in Shin-Urayasu. Mit über 20 verschiedenen heißen Becken ist es die größte Anlage, die ich je in Japan gesehen habe. Und im Gegensatz zu den normalen japanischen Onzen, in denen strikt nach Geschlechtern getrennt wird, gibt es hier auch einen gemeinsamen Bereich, aber natürlich nur mit Badeanzug. Kurz nach Betreten darf man sich seinen Yukata aussuchen (eine Art Bademantel), bekommt zwei große flauschige Handtücher und ein kleines (dessen Zweck mir immer noch nicht klar ist: für einen Waschlappen zu groß, gelingt es den Japanerinnen, es sich um die Hüften zu binden, wofür mir jedoch die Natur einen zu großen H... mitgegeben hat, und der Rest der Frauen legt es sich auf den Kopf, wenn sie in den heißen Bottich steigen...), alles praktisch in einer Tasche, die man dann immer vor den jeweiligen Becken in ein Regal stellen kann. Und so haben sich meine japanische Freundin Kaori und ich in die Umkleidekabinen (sehr japanisch, siehe Foto) und von dort aus weiter zu den heißen Bädern vorgewagt. Nun meinte Kaori schon bereits vor dem Onzenbesuch, dass sie gerne ALLE Becken ausprobieren möchte. Ich habe sie natürlich nicht ernst genommen, da es, wie gesagt, über 20 davon gibt und das kälteste! 39° hat. Die übrigen Bäder bewegen sich so zwischen 40° und 43°. Obwohl ich inzwischen schon Zeit hatte, mich daran zu gewöhnen, halte ich es maximal 10 Minuten in so heißem Wasser aus und dann auch nicht mehr als drei Becken hintereinander. Europäer sind da richtige Weicheier und so konnte ich auch nur einen Teil der Becken ausprobieren und habe den Rest der Zeit Kaori zwar begleitet, bin aber am Rand sitzen geblieben. Auf diese Weise bin ich einem Kreislaufkollaps entgangen und konnte das Onzen mit Kaori richtig genießen. (Übrigens: Kaori hat auch nicht alle Becken geschafft, sie hat noch drei für den nächsten gemeinsamen Besuch übrig gelassen.)

There is a new Onzen in Shin-Urayasu which is really big. Kaori and I wanted to go there for a long time and did it finally about 2 weeks ago. It was really nice and there were over 20 baths with hot water. Inside and outside and there is even an area where you have to wear swimsuits, so that man and woman can enjoy the bath together. Yukata and bathtowels are provided (you can even chose between different colors and styles) and there are many nice restaurants to have a break and a coffee or a soda. Kaori told me before that she wanted to try all the different baths, and I thought she was kidding because there are too many of them. But she had really a lot of courage and tried almost every bath (I think she left only 3 of them for the next visit). It was a really nice afternoon and I'm looking forward to the next time that we will go there!

Tuesday, June 06, 2006

German-Fest

Nein, auch nach einem Jahr in Japan bin ich noch nicht so weit, dass ich Deutsch und Englisch nicht mehr auseinanderhalten kann! Sonntag vor einer Woche waren wir tatsächlich (in Begleitung zweier Japaner, mit denen wir uns regelmäßig treffen, weil sie ihr Englisch üben wollen) auf einem German-Fest.

Angekündigt war das Ganze als ein kleines Oktoberfest in Tokyo, aber als wir im Hibiya-Park ankamen, da hat unser München vermissendes Herz doch gleich ein wenig höher geschlagen! Um einen Brunnen herum waren lauter (echte!) Biertische und Bierbänke aufgebaut und daneben gab es ein kleines Zelt, in dem man Erdinger Weißbier (in wiederum echten) Weißbiergläsern und allerlei "deutsche" Spezialitäten kaufen konnte. Und so haben es die Japaner geschafft, mitten in Tokyo so eine Art Biergartenatmosphäre zu schaffen, wir haben uns tatsächlich wie in einer Mischung aus Kleinhesseloher-See und Parkcafe gefühlt. Man konnte fast vergessen, dass wir in Japan sind. Zudem hat das Wetter gepasst und man konnte gut draußen sitzen, ein Vergnügen, das uns in Tokyo nicht oft gegönnt wird, da die Japaner ja keine Freunde vom draußen Sitzen sind.

Wir haben den Japanern dann gezeigt, wie man mit Weißbiergläsern anstößt und haben es uns richtig gut schmecken lassen. Zumindest das Bier, der "deutsche Teller" war eher etwas gewöhnungsbedürftig. Die Japaner müssen halt doch noch lernen,
dass man Bratwürste auch brät und nicht kocht, dass Leberkäs keine warme Lyoner ist, dass Sauerkraut einem die Backen nicht wie eine Zitrone zusammenziehen muss und dass eine Breze kein weiches zusammendätschbares Milchbrötchen ist... Aber es zählt ja auch das Feeling.

Und so haben wir hiermit offiziell die Biergartensaison eröffnet, und wünschen Euch, dass es in Deutschland bald wärmer wird, so dass Ihr auch nachziehen könnt!

Last Sunday we went with some japanese friends to a "German-Fest" in Hibiya-Parc. It looked like a real German Beergarden, where you can sit outside and enjoy beer and typical german food. We felt a little bit like in Munich because it was really a succesfull creation of a piece of Bavaria. Thank you two for showing us this place! Prost!